Gemüsepuffer in Corona-Zeiten

Gemüsepuffer aus Wurzelgemüse, Haferflocken, Mehl und EiGemüsepuffer sind die Rettung, wenn das Gemüsefach des Kühlschranks einer dringenden Leerung bedarf. Kommt bei uns nicht allzu oft vor, doch in den letzten Tagen waren wir träge und zogen Pizza oder belegte Brote der gesunden Küche vor. Jaja, das passiert jedem einmal. Vor allem in diesen kontaktarmen Corona-Zeiten, die gelegentlich etwas Antriebskraft kosten. Kennt vermutlich jeder hier.

Um nun nicht Berge von Puffern zubereiten zu müssen, verarbeitet man schlauerweise weitere anklagende Gemüsesorten zu einer tollen Soße, die man entweder als Basis für einen Nudelauflauf oder eine Spaghettisoße verwenden oder schlicht und ergreifend für kommende Tage, an denen sich die Frage nach einem „was koche ich heute“ stellt, einfrieren kann. Es lebe die Resteküche, die nächste Biokiste kann kommen (morgen am Karfreitag!).

Heute also kein Kuchen- oder Keks-Rezept, es gibt Gemüsepuffer!

Die Resteküche-Gemüsepuffer

Lauch, Karotten und Topinambur mussten weg. Und dies alles eignet sich hervorragend für die Gemüsepuffer. Statt Topinambur kann man auch Sellerie verwenden, Kartoffel, Pastinake oder Rote Bete. Einfach mal schauen, was sich an Wurzelgemüse findet. Haferflocken, etwas Mehl und ein Ei sorgen für Bindung, Kräuter der Provence, Salz, Pfeffer und Chili für den Pfiff. Das detaillierte Rezept findet Ihr ganz unten.
Zunächst noch ein paar Tipps für die Gemüsesoße.

Die Resteküche-Gemüsesoße

Gemüsepuffer mit GemüsesoßeEine tolle Kombination sind Zwiebel, Knoblauch, Fenchel, Karotte, Kohlrabi,  Topinambur (damit war der dann endgültig aufgebraucht) und eine Zucchini. Außerdem Tomatenpassata, etwas mediterranes Gewürzsalz, Kräuter der Provence und aus dem Blumenkasten Rosmarin und Thymian. Ein Schuss Rotwein zum Verfeinern, Salz, Pfeffer und Chili (kann man natürlich weglassen, ich mag es etwas feuriger).

Auch hier einfach nach Geschmack und Gemüsefach zusammenstellen, Hauptsache, das Gemüse wird nicht zu Tode gekocht und hat noch Biss.
Ich brate zunächst Zwiebel, Fenchel und Knoblauch bei kleiner Flamme einige Minuten an, gebe gegen Ende die frischen Kräuterstengel dazu, dann das kleingewürfelte Gemüse außer der Zucchini. Mit etwas Rotwein ablöschen, Tomatenpassata und die Gewürze / getrockneten Kräuter dazu, 10 Minuten köcheln, die Zucchini zufügen und weitere 5 Minuten kochen. Fertig. Lässt sich prima vorbereiten und später oder am nächsten Tag nochmals erwärmen.

Rezept Gemüsepuffer

Das Basisrezept besteht lediglich aus 1 kg Lauch, 3 EL Mehl, 1 Ei, 1 Bund Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer. Wer also vergeblich nach Karotten und Topinambur sucht, kann die Puffer auch auf diese eher puristische Art zubereiten. Ich mag diese Variante:

Zutaten:
2 Stangen Lauch
Karotten (beides zusammen ergibt 500 g)
1 Knolle Topinambur
3 EL zarte Haferflocken
2 EL Mehl
Kräuter der Provence nach Geschmack
Salz, Pfeffer, Chili aus der Mühle
Olivenöl zum Braten

Zubereitung:
GemüsepufferLauch der Länge nach halbieren und gründlich waschen, in dünne Ringe schneiden und nochmals waschen. Zwischenzeitlich einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und den Lauch ca. 4 Minuten blanchieren, dann abgießen und gut abtropfen lassen.
Karotten und Topinambur schälen und sehr fein in eine große Schüssel raspeln. Den abgetropften Lauch gut ausdrücken (man kann ein Geschirrtuch dafür verwenden) und zu den Raspeln geben. Wichtig ist, dass nur noch sehr wenig Wasser verbleibt, sonst wird die Puffer-Masse zu nass.
Zum Gemüse kommen jetzt alle übrigen Zutaten. Gut verkneten und einige Minuten ruhen lassen. Die Haferflocken quellen dann etwas aus und der Teig bekommt eine bessere Bindung.
Nun können die Puffer / Bratlinge / Patties geformt und ausgebacken werden.

Dazu schmeckt saure Sahne, Sourcream, Frühlingsquark oder eine würzige Tomaten- bzw. Gemüsesoße.

Guten Appetit!